ASF und AfA der SPD Karlsruhe fordern mehr Transparenz bei Entgeltordnungen und Vergütungsstrukturen

Veröffentlicht am 19.03.2015 in Pressemitteilungen

Anlässlich des Equal Pay Day (EPD) am 20. März erklären Dr. Katrin Schulz, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Karlsruhe-Stadt und Regina Schmidt-Kühner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA):

„Frauen verdienen immer noch weniger als Männer. Seit Jahren beträgt die Entgeltlücke rund 22 Prozent, in Baden-Württemberg sogar 28 Prozent. Damit sind wir eines der Schlusslichter in Europa. Das können und wollen wir nicht länger akzeptieren!

Um die Entgeltlücke wirksam zu schließen, bedarf es zum einen mehr Transparenz im Zusammenhang mit Entgeltordnungen und Vergütungsstrukturen in Unternehmen. Die ASF fordert daher ein Entgeltgleichheitsgesetz, mit dem Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten, das Transparenz verbindlich regelt und gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit enthält. Darüber hinaus fordern wir ein Rückkehrrecht von Teilzeit- auf Vollzeitbeschäftigung. Und nicht zuletzt müssen alle Beschäftigungsverhältnisse sozial abgesichert werden (Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro), damit alle Arbeitnehmer/innen Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und eine Rente haben. Das sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu mehr Entgeltgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern.

 

Zur Entgeltungleichheit tragen aber auch Unterschiede bei der Berufswahl, familienbedingte Auszeiten, häufigere Teilzeitarbeit und ein geringerer Anteil von Frauen in Führungspositionen bei. Wir unterstützen daher die Aufwertungskampagne von ver.di zu den Sozial- und Erziehungsberufen. Es ist höchste Zeit, dass die Wertschätzung für diese gesellschaftlich elementaren Tätigkeiten nicht nur in Sonntagsreden stattfindet, sondern sich endlich auch in der Entlohnung niederschlägt. Daneben ist ein gesellschaftlicher Diskurs über die gerechte Verteilung der sogenannten „Care-Arbeit“ unter den Geschlechtern dringend erforderlich.“

 

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